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10. Dezember 2019

Unsere INASKA Tipps für ein plastikfreieres Leben

Nachhaltigkeit ist schon lange kein Trend mehr, sondern ein MUSS für jeden der sich mit der globalen Erwärmung und seiner Umwelt auseinandersetzt. Doch was kann jeder Einzelne schnell und einfach bewirken ohne sich eingeschränkt zu fühlen?
Wir haben einmal 10 Punkte für ein plastikfreieres Leben auf unserer INASKA Checklist, die ihr einfach umsetzen könnt, ohne dafür gleich euer ganzes Leben umstellen zu müssen!

 

 

1. Trinke Wasser aus der Leitung

Wusstet ihr, dass Leitungswasser genauso gesund ist wie Flaschenwasser? Viel besser noch: Die Auflagen für Leitungswasser sind so hoch, dass es von den Wasserversorgern mehrmals täglich getestet werden muss. Hinzu kommt, dass sich bei dem neusten Test der Stiftung Warentest in vielen abgefüllten Mineralwasserfalschen Keime wiederfanden. Teilweise hatte das getestete Leitungswasser sogar mehr Mineralstoffe als das abgefüllte Wasser. In Deutschland mehr als 80% des Trinkwassers unbedenklich trinkbar, falls ihr euch unsicher seid könnt ihr euer Wasser testen lassen, online findet ihr dafür einfach Tests, die ihr zu Hause durchführen könnt. Unschlagbar ist auch der Preis: Leitungswasser kostet euch nicht mal einen halben Cent, das ist gut für euch und für die Umwelt.

 

2. Nutze Mehrwegbecher für Getränke

Der Kaffee-To-Go ist für viele von uns unverzichtbar. Pro Kopf werden durchschnittlich 60 Einwegbecher jährlich verbraucht. Das bedeutet, dass wir mehr Einwegbecher als Plastiktüten verbrauchen. Der Wasserverbrauch in der Herstellung pro Becher liegt dabei bei rund einem halben Liter, dazu kommt noch die Verpackung der Einwegbecher sowie die Entsorgung. Mit einem Mehrwegbecher spart ihr euch also nicht nur unnötigen Müll, sondern auch zusätzliches Geld. Viele Coffeeshops geben euch außerdem Rabatt, wenn ihr euren eigenen Becher mitbringt.

 

3. Verzichte auf Strohhalme aus Plastik

Bei jedem Cocktail, den wir trinken bekommen wir automatischen einen Strohhalm reingesteckt. Ab 2021 verbietet die EU Einweggeschirr und Strohalme aus Plastik. Aber mal ganz ehrlich? Wir können auch jetzt schon auf die Stängel aus Plastik verzichten. Wer kein Bock auf Mikroplastik in seinem Körper hat, aber nicht auf den Strohhalm verzichten will, greift zu der wiederverwendbaren Variante aus Metall oder Bambus. Das sieht sowieso viel besser aus und belastet die Umwelt nicht.

 

4. Nutze zertifizierte Naturkosmetik

Die Inhaltsstoffe von herkömmlichem Make-Up, Puder und Co. sind nicht ohne. Nicht nur Mikroplastik, sondern auch Parabene und Aluminiumsalze sind schädlich für den Körper. Inzwischen werben viele Hersteller mit naturkosmetischen Eigenmarken. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, schaut euch die Inhaltsstoffe genau an und kauft nur Produkte, von denen ihr wisst, dass sie eurem Körper guttun, denn jeder Körper ist einzigartig!

 

 

5. Bitte kaufe keine Plastiktüten

Seitdem Plastiktüten Geld kosten ist der Konsum dieser umweltschädlichen Dinger schon um 60% zurückgegangen. Kleiner Fun-Fact am Rande: Ein Shop in Vancouver hat sich zur Aufgabe gemacht, Plastiktüten aus dem Alltag der Kundinnen und Kunden zu verbannen und im Rahmen einer „Plastic shaming“- Kampagne die Tüten mit Slogans wie „Wart Ointment Whoesale“ (Warzensalbe-Großhandel) oder „the Colon Care Coop“ (Darmpflege-Genossenschaft) bedruckt. Pro Jahr werden aber immer noch 5.3 Milliarden Tüten verbraucht mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 25 Minuten. Unser Tipp: Habt immer einen Stoffbeutel dabei, die nehmen nicht viel Platz weg, wenn sie schmutzig werden könnt ihr sie Waschen und stabiler als Plastiktüten sind sie sowieso.

 

6. Wähle loses Obst und Gemüse

Obst und Gemüse wird oftmals verpackt verkauft. Auf dem Wochenmarkt bekommt ihr alle Produkte ohne Verpackung, zudem sind sie oft regional und günstiger als im Supermarkt. Ihr könnt genau die Sachen mitnehmen, die ihr wirklich braucht und vermeidet so, dass ihr Essen wegschmeißt und Verpackungsmüll produziert. Auch in den meisten Supermärkten gibt es inzwischen viel Obst und Gemüse unverpackt und ganz ehrlich, wenn die Gurke in Plastik verpackt ist, gibt es in der Woche dann halt mal Schnittchen mit Tomate anstatt Gurke.

 

7. Milch und Joghurt gibt es in Gläsern

Milch und Joghurt könnt ihr in Pfandgläsern kaufen, die wiederverwendet werden. In der Regel sind die Produkte nicht wesentlich teurer als der Jogurt im Plastikbecher, verbrauchen aber weniger Ressourcen, da die Gläser nicht recycelt werden müssen.

 

8. Verwende feste Seife für Haut & Haare

Feste Seife ist fast verpackungsfrei, nutzt sich langsamer ab und besteht in der Regel aus Stoffen, die dem Körper nicht schaden. Flüssiges Shampoo hingegen enthält fast immer Mikroplastik, was über dein Haar in deinen Körper gelangt. Zudem schädigen Weichmacher deiner Haut- und Haarstruktur. Falls du nicht auf flüssiges Shampoo verzichten willst, greife am besten zu Naturkosmetik und checke ob sich in den Inhaltsstoffen Polyethylen“ (PE), „Polypropylen“ (PP), „Polyamid“ (PA) oder „Polyethylenterephtalat“ (PET) wiederfinden lässt, denn sind diese Stoffe enthalten, befindet sich Mikroplastik in der Flasche.

 

9. Lass dich nicht vom Sale verführen

Angebote sind toll, sie lassen uns glauben, dass wir Produkte schnell kaufen müssen, bevor der Sale vorbei ist. Wir sind Fans davon, dass man erstmal darüber nachdenkt, ob man das Produkt wirklich braucht. Schlaft eine Nacht darüber und wenn ihr dann immer noch total begeistert seid, dann shoppt gerne im Sale. Aber denkt dran keine 100 Teile zu bestellen von denen ihr schon wisst, dass ihr 88 wieder zurückschickt, denn das verursacht unnötigen Verpackungsmüll und bedeutet für euch nur Stress, weil ihr die Retourartikel wieder zurückschicken müsst.

 

10. REDUCE – REUSE – REPAIR – RECYCLE

Die 4-Rs sind für die Müllvermeidung super wichtig. Verwendet Produkte mehrfach und lasst Kleidung, Möbel, Fahrräder reparieren bevor ihr euch etwas Neues kauft. Umso mehr ihr recycelt bzw. upcycelt desto länger könnt ihr euch an Dingen erfreuen, die ihr nicht neu kaufen müsst.